Zu Hause auf Zeit

Dezember

Hier wohnen wir. Ich kann nicht sagen, wann es passiert ist, aber irgendwann haben wir bemerkt, dass sich unser Haus nicht mehr anfühlt wie jedes andere dieser Wohnblockhäuser in der Stadt, sondern es ist zu „Unserem“ geworden. Das Haus hat seinen eigenen Charakter für uns gewonnen. Wir begegnen unseren Nachbarn – wir verstehen sie zwar nicht mit Worten, aber ansonsten durchaus in dem, was sie uns zu verstehen geben – wir wissen, wer wann aus- und eingeht und erleben ein recht Lustiges miteinander im Haus. Ausserdem bemerken wir so langsam, dass unser Haus an sich ein echtes Piratenhaus sein könnte.

Das Meer bewegt

Es ist bewegt und bewegt! Jeden Tag, den wir aufstehen und zum Fenster hinaus schauen, sehen wir als Erstes das Meer. Täglich, ständig, ändert sich das Licht, die Oberfläche, das Tempo und die Kraft, mit der das Wasser an der Küste ankommt. Es ändert sich die Kraft, die Oberfläche, die Farbe, das Licht, welches sich darin bricht, die Bewegung – es wechselt einfach ständig Alles.

Inzwischen ist die Hitze gewichen, es ist angenehm warm und so ist es wie ein großes Kino, hinaus zu gehen und zu schauen. Mit der Zeit findet das Auge eine Lösung, wie es sich einzelne Wellen heraus pickt, daran festhält und beobachtet, bis sie an der Küste oder kurz vorher brechen, sich in weißer Gischt aufbäumen, auflösen oder austrudeln.

Wellen zeigen sich so kraftvoll, schäumend, hart, einnehmend und sich ständig verändernd, dass kein Leben dafür ausreicht, um sie begreifen zu können. Die Wellen sind etwas, wofür es sich lohnt, immer wieder hierher zurück zu kommen.

Advent, Advent, ein Lichtlein…..

Unser Adventskranz ist dieses Jahr etwas anders geworden – Tannenzweige? Keine Chance, obwohl ich sogar kürzlich welche habe liegen sehen. Aber das passt überhaupt nicht. Kurzer Hand nahmen wir ein wunderbares Stück Korkeiche und füllten es rechts und links mit Kräutern und Pflanzen der mediterranen Wälder. Anders – aber schön!

Wind aus Südwest

22. November, 2019

Dabei im Wohnzimmer zu sitzen oder in der Küche sich aufzuhalten, fühlt sich an, als säße man im Zelt. Der Wind pfeift durch die Ritzen der Rollladenkästen, als ob man einen Föhn eingeschalten hätte – je nach Außentemperatur kühl oder warm. Da hilft im Sommer auch keine Klimaanlage, im Winter helfen nur Schal und Mütze. Aber – ist ja immer nur für ein paar Tage!

Mittagessen.

14. November, 2019

13. November, 2019

Es ist extreme Ebbe – draußen stehen schon Angler, gerade dass es hell wird. Noch leuchten die Straßenlaternen, der Verkehr beginnt und die Palmen zeigen, dass nur wenig Wind geht heute. Der neue Tag beginn!

11. November, 2019

5. Oktober 2019.

Ich weiß nicht, ob ich mich daran überhaupt jemals satt sehen kann – an diesen unglaublich intensiv leuchtenden, blauen Tagen – das Meer unten, der Himmel oben. Einerseits. Dazu bläst der Wind und heute ist die Luft bemerkenswert klar. Der Vollmond hing direkt über dem Wasser wie eine Riesenlaterne und hat sich auf der Wasseroberfläche gespiegelt. Linn hat gefragt, was die Spuren dort auf dem Mond sind, die zu sehen waren. So klar habe ich es selten erlebt.

22. Oktober 2019. Ruhe nach dem Sturm.