Schlagwort: Strand

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Heute morgen beim Spaziergang am Strand – ich drehe meinen Kopf nach rechts – geht der Blick hinaus auf den offenen Atlantik. Die Wellen brechen sich, kurz bevor sie gleißend auf auf dem feinen, hellen weißen Sandstrand auslaufen. Das Licht der Morgensonne findet sich im Wasser wieder und spiegelt den blauen Himmel. Ein leichter Wind weht angenehm vom Meer herein an die Küste. Weiter vorne, stadteinwärts, tummeln sich im Line-up die Locals der Surfszene. Einzelne, schöne Wellen sind dabei. Hier bei mir, in diesem Strandabschnitt, finden sich Muscheln, runde Kiesel und auch ein paar gekrauste, rote Algen.

Heute morgen beim Spaziergang am Strand – ich drehe meinen Kopf nach links – es stehen unverrückbar Wohntürme neben- und hintereinander, wie Hamsterkäfige sind sie übereinandergestapelt. Immerhin schmücken sich manche Balkone durch die bunten Farbtupfer der Wäsche, die hier trocknet oder manchmal durch einen Blumentopf. Viele, viele Fenster reihen sich aneinander und übereinander. Manche dieser Wohnkästen wirken gestaltet, stehen da aber mit wenig Kommunikation zum Rechts und Links, zum Davor oder Dahinter. Architektur wie ein Akt der ästhetischen Verzweiflung, anstatt ästhetischer Definition. Das Innere der einzelnen Wohnschachteln wird geschützt von mehr oder weniger grauen Rollläden. Sie halten das Licht, die Wärme und die Einblicke von Außen vor dem Wesen des Inneren fern. Oder sollte ich sagen: Sie verbarrikadieren es. Ich denke an Schuhschachteln, Hühnerlegebatterien und Monumentalismus. Aus meiner Sicht, sind es einfach zu viele Menschen, die hier wohnen wollen oder sollen.

Ich weiß nicht so recht, wohin ich schauen soll – der Blick nach rechts macht den Kopf frei und lässt zu, dass der Wind mir die Haare zerzaust und das salzige Wasser plätschert angenehm warm um meine Füße. Ein nicht zu verachtender Moment. Aber im Augenwinkel sehe ich diese Monster trotzdem. Und diese Monster stellen einfach sehr viele Fragen!