On the Road

Unsere Reise beginnt Mitte August 2019, zu Hause in Mittelfranken.

Gewohnt sind wir es nicht, mit dem Auto zu reisen – eher sind uns das Fahrrad oder unsere Beine als Fortbewegungsmittel vertraut und kommen unserem Lebensstil entgegen. Aber wir werden sehen!

Start und Ziel sind bisher die einzigen Fixpunkte für unterwegs.

Unsere Route führt uns nach durchfahrener Nacht an einen klaren, kühlen Fluß in Südfrankreich. Wir akklimatisieren uns – nach schwindendem Alltagsstress und Abschiedstrubel – in diesem kleinen Gebirgsort der südfranzösischen Cevennen: Pont du Montvert. Das schlechte Wetter treibt uns weiter in Richtung der großen, kleinen und kleineren Passstraßen der nördlichen Pyrenäen, wir erleben den einzigen Regentag auf unserer Reise wohl behaust in einem kleinen französischen Bergdorf.

Die nächsten Tage bewegen wir uns im Gebirgsabschnitt südlich von Toulouse und Tarbes – wir lagern an grandiosen Wildbächen, verbringen wunderbare Nächte unter freiem Himmel in Freiheit und Wildheit – Wir unternehmen Wanderungen und Radtouren hinauf (und wieder hinunter) zu den Hochgebirgsseen in den wasserreichen Seitentälern der französischen Pyrenäen, stets entlang der spanischen Grenze und dem pyrenäischen Hauptkamm. Um – endlich, endlich – in Richtung Spanien unsere Reise fortzusetzen, nehmen wir mit dem ersten Morgenlicht die Passstraße hinauf bis zum Tunnel von Bielsa und tingeln gemütlich entlang der spanischen Pyrenäen bis Pamplona und weiter und weiter und weiter durch das uns wenig bekannte Inland, bis wir über die inländische Grenze Nordportugal erreichen. Dem ersten spanischen Kaffee folgt alsbald der erste portugiesische.

Nördlich von Porto lockt uns ein gemütlicher Platz zwischen Bambus, Hühnern und Eukalyptusbäumen wird zu unserem zwischenzeitlichen Basislager. Von hier aus erforschen wir den dicht besiedelten Küstenabschnitt – verbringen unsere Tage zwischen Meer und Metropole – und stürzen uns begeistert und genußvoll in diese junge, lebendige Stadt. Noch immer nicht wirklich satt gesehen, geht es weiter durch das trockene, fast wüstenhafte portugiesische Inland, vorbei an beängstigend verkohlten Eukalpytusbaumruinen. Erst den südwestlichsten Teil der Algarve erklären wir zu unserem Ziel. In der Nähe des winzigen Dorfes Carrapeteira und dem Weiler Pedralva begegnen wir mit Glück und durch Zufall einem ganz besonderen Stück Land und Leute – hier werden wir unser Lager für die längste Zeit auf unserer Reise aufschlagen – Lebensqualität pur! Von diesem besonderen Ort im portugiesischen Hinterland fällt der Abschied nicht leicht – doch wir nehmen die letzte Etappe über Huelva und Sevilla bis nach Cádiz.