Cádiz y naturaleza

Die Blickrichtung entscheidet: Natur ist in Cádiz allgegenwärtig. Das Wasser, das Meer, der Ozean, ist ringsum mit großer Energie sicht- und spürbar. Der Geruch von Meer und Salz liegt ständig in der Luft, das Geräusch der Wellen wird zur Gewohnheit. Das Wasser ist groß, so schwer greifbar, auch so geheimnisvoll. Ständig sieht es anders aus, die Oberfläche, der Strand, die Uferlinie, die Wellen – Alles! Und oft stelle ich mir vor, welcher Fisch wohl gerade entlang schwimmt.

An genau diese Stelle so eine dichte, alte und virulente Stadt direkt an die natürliche – und sich über die Jahrtausende auch verändernde – Uferlinie zu bauen, ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Manchmal weiß ich nicht, ob ich mich mehr fürchten oder es nur einfach krass finden soll.

Was ist, wenn die Wellen mal etwas höher, ein Sturm etwas stärker, der Meeresspiegel steigen wird? Cádiz und vor allem auch die Bucht gehören zu den drei meist gefährdeten Städten in Europa, wenn wie erwartet der Meeresspiegel steigt!

Draußen am Hotel Victoria scheinen es keine 5 m Unterschied zu sein zwischen Meeresspiegel und Uferpromenade. Man läuft dort gefühlt ebenerdig aus dem Wasser in die Wohnung, in die Bar oder sonst wohin. Und der Antlantik ist ja nun wirklich keine Badewanne.