Betis

Sonntag im November.

Betis liegt im andalusischen Hinterland, auf der geografisch dem Meer abgewandten Seite hinter Bolonia. Hier liegt ein kleines Dorf – man stelle es sich ein bisschen vor wie bei Asterix und Obelix – mit ziemlich vielen Kühen, Pferden und Eseln, die auf der holprigen Straße auf und ab wandern; es gibt einen wunderbaren Kiosko, in dem sich nach dem Klettern alle zum Kaffeetrinken wieder treffen.

Linn und ich überlegen uns, welche Gewächse wir für den Adventskranz gebrauchen können. Mit Tannenzweigen ist es hier ja nicht so weit her. Wir finden duftende Kräuter, blühenden Ginster und Heidekraut.

Wir klettern in einer faszinierenden Landschaft aus schildkrötenpanzerartigem Fels, griffigem, ausgehöhltem Sandstein und sind – ein weiteres Mal – beeindruckt vom weiten Blick nach Marokko.

Und die besten Plätze findet wie immer Kilian – er hat eine besondere Gabe, Orte auszuwählen, die Rückzug und Übersicht zugleich ermöglichen.