Monat: November 2019

Novembertage

Zugegeben, manchmal ist es schon auch neblig am Morgen; aber dieses winterliche, warme Licht, das sich den ganzen Tag über spiegelt, wandelt und einfach alles hell, hell und noch heller erscheinen lässt – das macht schon ein wenig süchtig.

Abendspaziergang

Cádiz, November, 2019.

Es hat den ganzen Tag über immer wieder geregnet, kalt ist es nicht. Linn und ich machen uns auf den Weg in Richtung Kathedrale und sind fast die Einzigen in der großen Kirche. Der Wachmann dreht schon seine abendliche Runde durch das beeindruckende Bauwerk, es ist warm und mächtig hier drinnen. Das Licht wird dunkler und wir gehen raus, so ruhig wie heute sind uns die Gassen seit wir hier sind noch nicht begegnet. Plötzlich entdecken wir besondere Ecken und Durchgänge, können stehen bleiben und schauen, ohne dass ständig jemand an einem vorbei läuft oder mit dem Handy irgendwelche Fotos macht.

Wir sitzen noch eine zeitlang oben auf dem Dach des Pabellon Mirandella, das Meer klatscht noch immer aufgewühlt und wild an die Kaimauer. Gut, dass diese hier so hoch ist!

Hey, Du Affe!

Nach Gibraltar wollte ich als Kind schon immer – weil es mir so weit weg und dem fremden Afrika so nahe erschien. Heute bin ich mit der festen Überzeugung nach Gibraltar gefahren, dass mich dabei „diese Affen“ nicht interessieren. „Natürlich die volle Touristenattraktion“, so dachte ich.

Vollkommen unbedarft machen wir uns auf den Weg:

Sonntagsausflug nach Gibraltar, yeah! Es erscheint so selbstverständlich, von Cádiz aus dorthin zu fahren. Als ob wir mal eben zum Picknick raus fahren.

Das Auto in La Linea, überschreiten wir zu Fuß das Rollfeld. Es eröffnet sich eine andere Welt: Ein Tag mit der roten, britischen Telefonzelle, English Breakfast und Fish&Chips, gibraltesischem Slang, den militärischen Überresten der Kriegs- und Belagerungszeiten und eben auch mit den Affen.

Wir begegnen Gibraltar an einem wilden Tag mit stürmischem Wind. Afrika erscheint so greifbar nahe, über dreißig große Schiffe liegen in der Bucht. Sie beschützen den Felsen auf der einen und entladen die Fracht auf der anderen Seite.

Ein gelungener Tag, so unvorbereitet wie eindrucksvoll, bereichernd und amüsant.

Störche!

Ich gehe gerade von meinem Schreibtisch in die Küche, um mir meine Stifte zu holen, gedankenverloren schaue ich auf’s Wasser – Was ist da draußen los? Viele, viele Vögel fliegen über das Meer, einige ganz knapp über dem Wasser, die oberen in Formation – Schwer zu erkennen – aber sie haben große Schwingen, einen langen Hals und Kraniche können es nicht sein – das Flugbild wäre ein anderes.

Hey, zum Zurückfliegen ist es noch viel zu früh, zuhause schneit es gerade!

Sevilla

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